Bewerbg/CV/Sachkomm
Eigenes Material
Im Unterschied zum Deutschen oder Englischen gibt es im modernen Schwedisch kaum noch einen Unterschied zwischen normalem Alltagsschwedisch und formalem Schwedisch.
So gesehen gibt es kaum noch 'formales Schwedisch', das sich in Stil und Wortwahl markant unterscheidet von Alltagssprache.
Was die Anrede in schriftlicher Sach- und Geschäftskommunikation sowie in Bewerbungsanschreiben betrifft:
Heutzutage gibt es nur noch die beiden Alternativen Hej oder gar nichts, also den Brief einfach unter der Betreffzeile anzufangen ohne Anrede/Gruß.
Das Muster Hej[Titel/Nachname] existiert heutzutage gar nicht mehr, das Muster Hej[Vorname] hingegen schon – zwar nicht beim Erstkontakt, aber in vielen Fällen wird man schon beim zweiten oder dritten Kontakt bei Hej[Vorname] landen.
Faustregel: Wenn die Antwort nur mit dem Vornamen unterschrieben ist, kann man beim nächsten Kontakt Hej[Vorname] verwenden. Wenn einem das unangenehm ist, dann bleibt man bei Hej und du.
In sämtlichen Handreichungen und Leitfäden wird ausdrücklich empfohlen, einfache und klare Sprache zu verwenden.
Zu vermeiden sind natürlich Slang-Vokabeln und -Grüße wie Hejsan, Tjena, Hej hej, Ha det bra u. dgl.
Zu vermeiden sind aber ebenso komplizierte Ausdrücke und unnötig komplexe Strukturen. Einfach, klar und deutlich! Aber natürlich dennoch höflich und respektvoll!
Zu vermeiden ist der - besonders im Deutschen weit verbreitete - Nominalstil, zu bevorzugen ist der Verbalstil.
Beispiel für Nominalstil:
Deutsch: Wir haben eine Diskussion durchgeführt und einen Beschluss gefasst über die Umsetzung/Durchführung.
Schwedisch: Vi har genomfört en diskussion och fattat ett beslut om verkställningen.
Problem daran: Statisch, steif, schwerfällig.
Beispiel für Verbalstil:
Deutsch: Wir haben diskutiert und beschlossen, wie wir es machen.
Schwedisch: Vi har diskuterat och bestämt hur vi gör.
Viel kürzer, effektiver, dynamischer. Unbedingt zu bevorzugen im Schwedischen!
Warum gibt es dann überhaupt den Nominalstil, wenn der angeblich so schlecht ist?
Mit dem Nominalstil kann man administrative und technische Abläufe kleinteilig strukturieren, analysierbar und reproduzierbar machen. Jedes Substantiv ist wie ein Label, eine Erkennungsmarke.
Mit dem Nominalstil kann man aber eben auch triviale Ereignisse aufbauschen und beeindruckende Worthülsen einsetzen für Dinge, die wesentlich einfacher ausgedrückt werden könnten...und sollten.
Zusammenfassung:
Hej!
[einfache und klare Sprache; Anrede 'du']
Med vänlig(a) hälsning(ar),
[Vorname Nachname]
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[einige Links aktuell ohne Funktion; Dokument wird aktualisiert]
